WM 2018 Gruppe G

Wer spielt in der WM 2018 Gruppe G?

In Gruppe G der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland kommt es zum Aufeinandertreffen des WM-Debütanten Panama mit den hoch eingeschätzten Teams von Belgien und England sowie Tunesien, die sich nach zwei verpassten Teilnahmen wieder für eine WM-Endrunde qualifizieren konnten.

Belgiens Kevin De Bruyne - einer von vielen Stars der belgischen Nationalmannschaft. AFP PHOTO / JOHN THYS
Belgiens Kevin De Bruyne – einer von vielen Stars der belgischen Nationalmannschaft. AFP PHOTO / JOHN THYS

Die beiden Teams von England und Belgien sind Panama und Tunesien auf dem Papier überlegen. Belgien war zwischen November 2015 und April 2016 sogar die erste Mannschaft die den Spitzenplatz der Weltrangliste innehatte, aber noch nie einen EM oder WM-Titel erringen konnte. England hingegen wurde bereits bei der WM 1966 im eigenen Land Weltmeister und schielt bei Weltmeisterschaften immer auf einen Titelgewinn.

Ein Highlight in der Vorrundengruppe G werden die Begegnungen des WM-Neuankömmlings Panama. Panama nimmt seit der WM 1978 an der Qualifikation teil, konnte sich aber noch nie durchsetzen. Bei der WM 1978 feierte Tunesien sein WM-Debüt, nachdem sie sich zuvor viermal glücklos in der Qualifikation versuchen. Tunesien rangiert auf der Weltrangliste nur sieben Plätze hinter der englischen Mannschaft und könnte sich in Gruppe G ebenso wie die anderen Teilnehmer für das Achtelfinale qualifizieren.

WM Tabelle Gruppe G

Die Mannschaft aus Belgien geht trotz der Konkurrenz aus England als Favorit in Gruppe G. Die Engländer konnten zuletzt bei großen Turnieren einfach nicht überzeugen.
Nr.TeamSpieleGUVToreTordiff.Punkte
1Belgien 339:2+79
2England 3217:3+46
3Tunesien 3125:8-33
4Panama 332:11-90

Wie sieht der WM Spielplan der Gruppe G aus?

Die sechs WM-Spielorte der Gruppe G lauten Sotschi, Wolgograd, Moskau, Nischni Nowgorod, Kaliningrad und Saransk. Der erste Spieltag startet am 18. Juni 2018, wenn um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit die Begegnung zwischen Belgien und Panama in Sotschi, sowie um 20 Uhr die Partie zwischen Tunesien und England in Wolgograd angepfiffen wird. Die Partien des zweiten Spieltags finden jeweils um 14 Uhr statt, allerdings an den beiden Tagen 23. Juni in Moskau und 24. Juni in Nischni Nowgorod.

Die beiden Begegnungen am dritten Spieltag werden parallel am 28. Juni um 20 Uhr angestoßen. In Kaliningrad kommt es zum packenden Duell zwischen England und Belgien und in Saransk spielen Panama und Tunesien. Spätestens nach diesen Begegnungen steht fest welche beiden Teams ins Achtelfinale einziehen und dort auf die beiden Vertreter aus Gruppe H treffen. Die beiden Teams, die sich dann für das Viertelfinale qualifizieren, treffen auf zwei Mannschaften aus den Gruppen E und F, wozu auch das deutsche Team gehören könnte.

WM 2018 Spielplan der Gruppe G

DatumZeit1.Mann 2.MannErgebnis
18.06.2018Belgien-Panama 3:0
Tunesien -England 1:2
23.06.2018Belgien-Tunesien 5:2
24.06.2018England -Panama 6:1
28.06.2018England -Belgien0:1
Panama -Tunesien 1:2

Wer sind die Favoriten in der WM Gruppe G? Wer gewinnt die WM Gruppe G?

Ein Favorit in der Gruppe G der WM 2018 ist die Mannschaft Belgiens, die die Roten Teufel genannt werden und im aktuellen Kader viele gute Spieler haben. Die Stärke Belgiens zeigte sich auch in der Saison 2015/16, wo sie für kurze Zeit die Weltrangliste anführten. Die Mannschaft um die Star-Spieler Eden Hazard (Chelsea FC) und Kevin De Bruyne (Manchester City) absolvierte eine überzeugende Qualifikation und ist das Team, an dem sich die Gegner messen lassen müssen.

Belgiens Mittelfeldstar Eden Hazard (links) gegen Israel am 31. März 2015 in Jerusalem. AFP PHOTO / JACK GUEZ
Belgiens Mittelfeldstar Eden Hazard (links) gegen Israel am 31. März 2015 in Jerusalem. AFP PHOTO / JACK GUEZ

England ist ein weiterer Favorit, der aufgrund seiner Fußball-Geschichte in etwa auf dem selben Level aufspielen kann, wie man es sich von Belgien verspricht. Der Coach der englischen Mannschaft Gareth Southgate kann dabei auf den Stürmer Harry Kane vertrauen, der als der neue Star am englischen Fußball-Himmel gilt und die gegnerischen Hintermannschaften im Alleingang zerlegen kann.

England und Belgien gelten als die favorisierten Teams für das Weiterkommen in Gruppe G. Allerdings wird Panama als Neuling sehr motiviert ins Rennen gehen und Tunesien will bei der ersten WM seit zwölf Jahren dem in Nichts nachstehen. Für alle vier Teams geht es darum sich den Einzug ins Achtelfinale zu verdienen.

Wer sind die Stars in der WM Gruppe G?

In der Gruppe G kommt es zum Schaulaufen von Stars aus der englischen Premier League, in der viele belgische und sämtliche englische Profis auflaufen. Im belgischen Team gibt es drei Monate vor dem Beginn der WM 2018 nur zwei Spieler mit mehr als 50 Länderspielen, die nicht in der Premier League spielen: Dries Mertens (SSC Neapel) und Axel Witsel (Tianjin Quanjian). Thibaut Courtois (Chelsea FC) und Romelu Lukaku (Manchester United) heißen bekannte Beispiele belgische Spieler von Top-Clubs der Premier League.

England's Harry Kane bei der Euro 2016. AFP PHOTO / ADRIAN DENNIS
England’s Harry Kane bei der Euro 2016. AFP PHOTO / ADRIAN DENNIS

Die belgische Mannschaft spielt allerdings schon längere Zeit im selben Aufgebot und hat es bisher noch verpasst bei großen Turnieren auch großartige Leistungen zu zeigen. Das ist eine Möglichkeit für Spieler anderer Teams sich in der Gruppe G ins Rampenlicht zu spielen. Allen voran steht da der Name Harry Kane von Tottenham Hotspur, der bei Real Madrid gehandelt wird und im Winter der WM-Saison 2017/18 die Torschützenliste der Premier League anführt. Unterstützt wird er vom Teamkollegen Marcus Rashford von Manchester United, der bei seinen ersten 15 Länderspielen allerdings noch hinter seinen Möglichkeiten blieb.

Die beiden Star-Spieler der Teams Tunesien und Panama heißen Youssek Msakni und Román Torres. Msakni ist Schaltzentrale des tunesischen Teams und entschied sich gegen den Wechsel in die Premier League, sondern ging zum Club Al Duhali nach Katar. Torres ist Kapitän des Teams Panama und schoss in der Qualifikation das entscheidende Tor für die erste WM-Teilnahme des Landes.

Panama's Nationalmannschaft beim FIFA World Cup 2018 CONCACAF qualifiers football match gegen Mexico am 1.September 2017. / AFP PHOTO / Pedro Pardo
Panama’s Nationalmannschaft beim FIFA World Cup 2018 CONCACAF qualifiers football match gegen Mexico am 1.September 2017. / AFP PHOTO / Pedro Pardo

Wie haben sich die Teams für die WM qualifiziert?

Die Roten Teufel Belgien sind nur so durch die WM-Qualifikation gefegt. In ihren zehn Spielen in der Gruppe mit Griechenland, Bosnien, Estland, Zypern und Gibraltar erzielte die belgische Mannschaft 43 Tore und gewann neun Partien. Zwar kassierte die belgische Mannschaft in der Qualifikation nur sechs Gegentore, doch bleibt die Defensivabteilung ein Sorgenkind des Trainer Roberto Martínez. Seitdem der Spanier Martínez im August 2016 von Marc Wilmots übernahm ließ er in einem 3-4-2-1-System agieren, das sich zwar als flexibel, allerdings auch als anfällig erwies.

Schon nach dem ersten Qualifikationsspiel Englands wurde Trainer Sam Allardyce entlassen. Sein Nachfolger Gareth Southgate wurde zunächst als Interims-Lösung präsentiert und im November 2016 mit dem Cheftrainer-Posten ausgestattet. Unter der Ägide des ehemaligen Trainers der englischen U21-Mannschaft vollzog sich ein Umbruch im Team, der viel neues und junges Personal in die erste Mannschaft spülte. England gewann sieben der neun Qualifikationsspiele unter Southgate, qualifizierte sich als Gruppenerster für die WM. Während der Qualifikation erklärte Wayne Rooney im August 2017 seinen Abschied aus dem Nationalteam.

Die Qualifikation Panamas war eine knappe Angelegenheit, bei der Panama am Ende glücklich knapp vor Honduras und den USA das Teilnahmerecht an der WM 2018 sicherte. Obwohl Panama in der entscheidenden Gruppephase ein negatives Torverhältnis erzielte und in zehn Spielen nur 13 Punkte holte, wurden sie am Ende Tabellendritter und konnten sich den Umweg über die Playoffs sparen. Richtig dramatisch wurde es am letzten Spieltag der Gruppe, als Panama am 10. Oktober 2017 unbedingt einen Sieg brauchte. Nach einem Treffer von Blas Pérez, der wohl nie die Linie überquerte, erzielte Kapitän Torres den entscheidenden 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit.

Die tunesische Nationalmannschaft spielte eine erfolgreiche Kampagne in der kurzen Qualifikationsrunde für afrikanische Teams. Die acht Spiele bestehen aus einem Ausscheidungsspiel und einer anschließenden Gruppenphase für die siegreichen Teams. Tunesien bezwang im Ausscheidungsspiel Mauretanien mit zwei 2:1-Siegen und traf in der Gruppenphase auf die Demokratische Republik Kongo, Libyen und Guinea. Dort blieb Tunesien erfolgreich, gewann vier Spiele bei zwei Unentschieden und war als erstplatzierte Mannschaft direkt für die WM 2018 qualifiziert.